Leadership Days 2017Am 06. und 07.11.2017 fanden zum dritten Mal unsere Hypoport Leadership Days statt. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir 200 interessierte Kollegen aus allen Tochtergesellschaften zum Thema „Führung und Selbstorganisation“ zusammen bringen konnten.

Im Folgenden möchte ich euch kurz vorstellen, was die Themen waren, die wir in den 2 Tagen bewegt haben.

Prozesse

Den Anfang machte Bernd Oestereich mit seiner Keynote Kollegiale Führung und Organisation, in der er einen kompletten Überblick über Motivation und Ausgestaltungsmöglichkeiten zum Thema gab. Sebastian Klein ergänzte sein „LOOP – Ein Framework für schmerzfreie Transformation“ durch Praxisbeispiele aus seiner externen Beraterrolle. Andreas Hertel demonstrierte seinen Workshop-Teilnehmern, wie sich Ziele innerhalb der Selbstorganisation per OKRs finden und verfolgen lassen. Klaas Reineke zeigte uns den schnellsten Weg zur Selbstorganisation und rief auf, nicht mehr nur über Selbstorganisation zu philosophieren, sondern bewährte Methoden (hier im Speziellen Holakratie) auszuprobieren und zu üben. Leif Hanack erklärte in seinem Vortrag „Flexibles, verteiltes und asynchrones Arbeiten“, wie Remote-Meetings aussehen und helfen können. Um einen Gehaltsfindungsprozess, der von allen Beteiligten als fair empfunden wird, ging es bei „Faire Gehaltsfindung“ von Christian Soegtrop.

Menschen

Achtsamkeit ließen Conny Sulek und Klaas Reineke die Teilnehmer in ihrem Workshop erfahren und ergänzten, wie diese Technik in die heutigen Anforderungen an Selbststeuerung und -organisation passen. Kristin und ich versuchten die Verbindung vom Umgang mit Komplexität zur persönlichen Reife von Individuen aufzuzeigen. Über das Gehirn und was dort, warum bei Überlastung und bei Begeisterung geschieht, inspirierte uns Sebastian Spörer in seinem Vortrag „Agiles Burnout“.

Mindset

Ahmet Acar stellte in seinem Vortrag „Diktatur oder Demokratie?“ fest, dass viele Arbeitsweisen, die wir heute anwenden, veraltet sind und dass es Alternativen gibt, die sich viel mehr an natürlichen System orientieren. In dem Workshop „Magisches Dreieck“ von Conny Sulek und Klaas Reineke konnten die Teilnehmern erleben, wie sich Veränderungen auf sie auswirken und welche Verhaltensweisen hilfreich sind. In der Keynote am 2. Tag überzeugte Prof. Dr. Fischer mit seiner wissenschaftlichen Arbeit zu Agilität und Selbstorganisation und den daraus resultierenden Erkenntnissen mit dem von den Teilnehmern als besten ausgezeichneten Vortrag. Sabine Koch gab einen Einblick, wie sie persönlich sich dem Thema „Purpose“ genähert und für sich nutzbar gemacht hat.

Erfahrungen

Christian Louis teilte seine Erfahrungen bezüglich Mitarbeiterentwicklungsgespräche direkt im Team zu führen und berichtete inwieweit die so entstehende Transparenz dem Ziel hilft, die passenden Maßnahmen zu ergreifen.  Kristin und ich erzählten in unserem Vortrag „Anti-Pattern der Selbstorganisation“ von Mustern, die auftreten können, wenn ein Team selbstorganisiert arbeitet, die gewünschten Effekte aber ausbleiben.  Stefan Kennerknecht sprach über seine Erfahrungen, die er als Vorstand der Europace AG während der Einführung von Selbstorganisation bisher gesammelt hat. Isabell Drost-Fromm stellte in Ihrem Vortrag „Asynchrone Entscheidungsfindung“ fest, dass Open-Source-Projekte (fast) ohne Meetings auskommen. Auch zum Thema „Entscheidungsfindung“ sprach Stefan Rudnitzky und kombinierte das Thema mit der Fragestellung der geteilten Verantwortung. André Männicke gewährte in seinem Vortrag einen Blick durch’s Schlüsselloch auf die Smart InsurTech und wie sie mit dem enormen Wachstum der letzten Monate umgegangen sind. Martin Klewitz erzählte, wie in seinem Team das Thema Recruiting vom und für das Team angegangen wird. Michael Neumann resümierte seine Erfahrungen als Vorstand der Dr.Klein Privatkunden AG über die bisherige Einführung von Holakratie in seinem Unternehmen und stellte dabei die besondere Bedeutung von Entscheidungsfindung und Verantwortungsverteilung in den Fokus.

Extrem beeindruckend ist das parallel laufende Visual Recording von Andreas Gärtner zu erwähnen. Da dies noch lange eine sehr hilfreiche Gedankenstütze sein wird, hier seine Zusammenfassungen:

Vielen Dank an alle Referenten und ganz explizit nochmal an Stefanie Rottenecker. Ohne ihre Erfahrung und Organisationstalent hätten wir auch diese LSDs als PnO-Team nicht so hinbekommen.

Besten Gruß und bis zum nächsten Mal :-),
Björn