Ich stelle mich kurz vor: Ich bin Caspar und arbeite als BA (Business Analyst) im Marktplatz-Team bei EUROPACE in Berlin. Nach der Arbeit bastle ich gerne an diversen Projekten und habe gemeinsam mit ein paar Freunden ein „Fintech Startup“ geschaffen: Kittysplit.com. Das ist eine kostenlose Webapp, mit der sich gemeinsame Unternehmungen mit Freunden finanziell auseinanderdividieren lassen.

Wie kam es zu dieser Idee?

Alles begann vor fünf Jahren: Nachdem ich mit einer größeren Gruppe im Skiurlaub war, ist uns wiederholt aufgefallen, wie aufwändig so eine Gruppenabrechnung werden kann. Als besonders mühsam empfanden wir, dass die Arbeit sich kaum aufteilen lässt – einer musste immer die Hand heben und sagen „Ich mach’s“, was auch beinhaltet, alle Informationen über Ausgaben zusammenzutragen. Daher haben wir entschieden, eine Webapp als Lösung für dieses Problem zu schaffen und losprogrammiert. Daraus entstand Kittysplit. Es berechnet für ein Gruppenevent, bei dem es gemeinsame Ausgaben gibt, wer wem was schuldet. Das Besondere dabei: es funktioniert ohne Registrierung und ohne App-Installation.

Kittysplit damals ein klassisches „MVP“

Als wir es auf den Weg brachten, war Kittysplit damals ein klassisches „MVP“ (minimal viable Product). Etwas krumm und wackelig, aber es reichte aus um herauszufinden, dass die Welt genau so etwas braucht. Das hat uns die Motivation gegeben, weiter daran zu arbeiten und Kittysplit stetig zu verbessern.

Es war auch gut, dass wir im Vorfeld keine fundierte Recherche gemacht hatten, ob bereits andere ebenfalls versucht haben, dieses Problem zu lösen. Uns wäre sehr schnell aufgefallen, dass es natürlich bereits eine Fülle von ähnlichen Anwendungen/Produkten gab. Im Nachhinein lässt sich darüber sagen: Ein Produkt kann sich in einem Markt mit vielen Konkurrenten behaupten, solange es ein klares Alleinstellungsmerkmal bietet. In unserem Fall ist Kittysplit der einfachste „Kostenteiler“ den es auf dem Markt gibt und der einzige, der ohne Registrierung auskommt.

Kittysplit heute

Kittysplit wächst seit dem ersten Tag stetig und viral. Mittlerweile nutzen es ca. 50.000 Personen pro Monat, was uns sehr stolz macht. Es wurde freiwillig von unseren Nutzern in vier Sprachen übersetzt und wir bekommen sogar regelmäßig Bewerbungen für alle möglichen Rollen. Geld macht Kittysplit noch wenig. Bei ein paar unserer Nutzer erscheint Werbung, aber das generiert nur ein paar Euro pro Tag. Darüber hinaus können uns Anwender der Webapp Geld für ein Bier spendieren, was zwei bis dreimal die Woche gemacht wird. Letztendlich kommt ungefähr so viel bei Geld zusammen, wie es kostet, die Server zu betreiben. Es gibt weitere Möglichkeiten, das Produkt zu monetarisieren, aber im Moment sehen wir es als ein Freizeitprojekt an, was auch in Ordnung ist, denn Kittysplit wurde ursprünglich angestoßen um Spaß zu haben – und dieses Ziel haben wir auf jeden Fall erreicht. Dabei habe ich eine Menge gelernt und positive wie auch negative Erfahrungen gesammelt, aber dazu ein andermal.

Schaut doch mal auf der Webseite vorbei!
www.kittysplit.com